Ausgesperrt. Was tun?

Der Ernstfall ist eingetreten: Sie haben sich ausgeschlossen oder den Schlüssel verloren. Wer jetzt aber Mitleid und Rücksichtnahme erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Nicht selten nutzt der Schlüsseldienst Ihre Not schamlos aus und verlangt schnell mehr als ihm zusteht. Das muss nicht sein. So können Sie sich vor Abzocken schützen.

Vorsorge ist die beste Sorge

Nachsorge ist gut, Vorsorge ist besser. Eine intensive Vorbereitung erspart Ihnen Geld und Nerven:

  • Halten Sie einen zweiten Schlüssel parat! Sei es beim Nachbarn Ihres Vertrauens, im Elternhaus oder bei der Arbeitskollegin - Hauptsache Sie kommen ohne Türöffnung aus.
  • Im Idealfall haben Sie sich schon im Vorfeld schlau gemacht: Welcher Schlüsseldienst ist vertrauenswürdig? Welcher Anbieter will nicht gleich das ganze Schloss austauschen? Wer hilft mir im Notfall? Vergleichen Sie verschiedene Dienstleister und notieren Sie sich die Kontaktdaten von seriösen Anbietern! So haben sie im Notfall immer die richtige Adresse zur Hand. Unter Ihrer Fussmatte oder dem Blumentopf am Hauseingang finden Sie ein sicheres Versteck.

Im Notfall

Manchmal gibt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Probleme mit dem Schlüssel. Das bedeutet jedoch nicht, sich gleich an den nächstbesten Anbieter zu wenden. Jetzt sind Ruhe und Taktgefühl gefragt.

  • Sie haben sich tagsüber aus der Wohnung ausgeschlossen oder den Schlüssel verloren? Möglicherweise kann Ihnen die Hausverwaltung oder der Abwart schnell mit einem zweiten Schlüssel aus der Patsche helfen.
  • Wenn Sie auf einen Schlüsseldienst angewiesen sind, sollten Sie nichts überstürzen. Der erste Kontakt ist nicht unbedingt der beste. Er kann auch wegen seines Anfangsbuchstabens an die Spitze des Telefonbuchs oder des Branchenverzeichnisses gerückt sein. Hier hilft unser Service mit geprüften Partnern.
  • Seriöse Anbieter erhalten Sie auch unkompliziert bei der Polizei. Einige Dienststellen wie die Stadtpolizei Bern, St. Gallen oder Zürich vermitteln Ihnen gerne zuverlässige Dienstleister.
  • Achten Sie auf normale Telefonnummern! Zweifelhafte Anbieter ziehen Ihnen mit 0900er-Nummern schon am Telefon schnell das Geld aus der Tasche.
  • Setzen Sie auf einen Dienstleister in Ihrer Nähe! Das ist nicht nur schnell und unkompliziert, sondern erspart Ihnen auch lästige Anfahrtspauschalen.
  • Jede Minute zählt: je später der Einsatz, desto höher die Rechnung. Steht Ihr Wunschanbieter fest, verlangen Sie bereits am Telefon eine erste Kostenschätzung. Schildern Sie Ihr Anliegen so detailliert wie möglich und notieren Sie sich den geschätzten Preis!
  • Keine bösen Überraschungen: Beharren Sie schon im Vorfeld auf einem Fixpreis!
  • Doppelt gemoppelt hält bekanntlich besser - nicht aber beim Schlüsselservice. Ein Mann ist für die Türöffnung genug. Zwei Mann gehen nur ins Geld.

Die Türöffnung

  • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein guter Schlüsselservice verlangt vor dem Einsatz Ihren Ausweis.
  • Es geht nicht um den schnellsten, sondern um den günstigsten Weg in die Wohnung. Ein seriöser Schlüsseldienst will nicht gleich das Schloss austauschen oder den Zylinder ersetzen. Vielleicht findet er eine andere Lösung.
  • Bestehen Sie auf Transparenz! Sie haben ein Recht auf eine detaillierte Rechnung mit Arbeitszeit, Stundensatz, Materialkosten, Anfahrtszeit und gegebenenfalls 24h Service-Kosten!
  • Sie haben das Recht eine Rechnung zu verlangen.
  • Gewalt ist auch bei verlorenem Schlüssel keine Lösung: Falls nicht unbedingt nötig, gehen Sie besser den sanften Weg.
  • Minimieren Sie die Arbeitszeit! Ist der Schlüssel nicht verloren gegangen oder die Tür nur ins Schloss gefallen, muss der Schlüsselservice nicht gleich den ganzen Zylinder ersetzen.

Was darf ein Schlüsseldienst kosten?

  • Stundensatz: Je nach Region liegt der Stundensatz zwischen 100 und 360 Franken
  • Anfahrtspauschale: Bei kurzem Anfahrtsweg ist mit etwa 50 Franken zu rechnen. Hier hilft unser Service mit Einheitspreisen.
  • 24h/Nachtpauschale: in der Regel vom Schlüsseldienst abhängig. Bei uns finden sie auch hier Fixpreise.
  • Materialkosten: ab 100 Franken für das Markenprodukt, Baumarktalternativen z.B. beim Eigenbau sind deutlich günstiger.
  • Betriebskostenpauschalen/ Pauschalen für Spezialwerkzeug: Sie können sich weigern diese Zusatzkosten zu übernehmen.